About

Sandro Fedelini

Ausgequetschte Farbtuben. Schallplatten aus den Siebzigern. Bücher über analytische Philosophie. Auf eine Konzeption folgt eine reduzierte Farbpalette aus lichtem Ocker, Terrakotta, Schwarz und Weiß. Mehr braucht es nicht, um ein Spannungsverhältnis zwischen angenehmer Ästhetik und unbequemem Bildinhalt zu erzeugen.

Aufgewachsen in einem Restaurationsbetrieb wurde ich früh mit der Verarbeitung von Oberflächen konfrontiert. Material, Alterung, Beschädigung und handwerkliche Präzision waren ständig präsent. Dies prägte mein Verhältnis zur Malerei: Bilder werden nicht nur gedacht, sondern gebaut. Statt die klassische Akademielaufbahn einzuschlagen, entschied ich mich für ein Studium der Physik und Philosophie. Mich interessierte das Denken in Modellen, Strukturen und abstrakten Räumen — und die Frage, wie sich diese Denkweisen in Malerei übersetzen lassen.

Bevor ein Bild entsteht, wird der zugrunde liegende Gedanke oft über Wochen oder Monate zerlegt, notiert und neu zusammengesetzt. Viele meiner Arbeiten beginnen deshalb eher wie Essays als wie Skizzen. Während dieser Phase untersuche ich Analogien in Wissenschaft, Literatur und Philosophie, um den Kern eines Themas möglichst weit zu abstrahieren und begrifflich freizulegen. Erst danach beginnt die malerische Arbeit. Die vorherige Abstraktion dient dabei nicht der Distanzierung, ganz im Gegenteil: Je präziser ein Gedanke analytisch durchdrungen wurde, desto konkreter und unmittelbarer kann er als Bild erscheinen. Die Denkweisen aus Physik und theoretischer Philosophie — etwa das Arbeiten mit Modellen, Strukturen und abstrakten Räumen — prägen diesen Prozess.

Einzelausstellungen

Bürgersaal, Konstanz

2026

2025

Ginn Hotel, Ravensburg

Galerie Wasserschloss, Krumbach

2025

2024

2023

Alter Feuerwehrturm, Leutkirch

Kulturzentrum Linse, Weingarten